Aids in Südafrika

Aids – Die neue Geissel Afrikas

Mit einer Infektionsrate von über 10% (in einigen Regionen über 25%) ist HIV/Aids für Südafrika nicht mehr nur zu einem kaum beherrschbaren medizinischen Problem sondern auch zu einer gewaltigen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderung geworden.

Einige Fakten

  • Bei einer Bevölkerung von 42 Millionen sind in Südafrika 4 Millionen Menschen HIV-positiv (Deutschland: 38.000)
  • Täglich sterben 350 Menschen in Südafrika an AIDS (Deutschland: 1,6)
  • 1800 Menschen infizieren sich in Südafrika täglich mit HIV
  • die Lebenserwartung sinkt von 60 Jahre (1980) auf 40 Jahre (2008)

Besonders betroffen sind, wie so oft, die schwächsten in der Gesellschaft, die Kinder und Jugendlichen.

  • 50% der Neuinfektionen treten bei jungen Menschen auf
  • Die Infektionsrate bei Neugeborenen Kindern von HIV-positiven Müttern liegt bei 30% (Deutschland: 3%)
  • Ihre Lebenserwartung beträgt ca. 4 Jahre (in Deutschland sind seit den 80er Jahren 117 HIV-positiv geborene Kinder gestorben)
  • In Südafrika gibt es z.Zt. schätzungsweise 250.000 – 300.000 Aids-Waisenkindern den nächsten Jahren wird diese Zahl auf über 2 Millionen steigen

Kinder und Jugendliche

… sind oft nicht ausreichend informiert

… haben oft keinen Zugang zu Hilfe

… werden von ihren Familien verstoßen

… sind aber gleichzeitig die Zukunft des Landes

Stimmen einiger Kinder:

Nomsa (6):
“Ich bin mit dem Virus geboren, ich werde nicht alt. Aber ich bin ein Kind wie andere auch. Ich spiele gern. Und bald komme ich in die Schule…”

Thandiwe (10):
“Seit Mama tot ist, bin ich ganz allein. Wir wurden aus unserem Dorf gejagt, weil sie Mama an allem die Schuld gegeben haben. Aber ich liebe sie und werde sie immer lieb haben. Wo soll ich nur hin? Ich weiß es nicht…”

Sipho (14):
“Unsere Oma kümmert sich jetzt schon um sechzehn Kinder aus der Nachbarschaft. Deshalb hat sie meinen Bruder und mich gebeten wegzugehen und selbst für unser Essen zu sorgen. Das ist nicht einfach. Es werden mehr und mehr, all die Kids wie wir in den Strassen…”

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